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Der Kreuzweg am Kreuzberg in Sankt Georgenthal

Aktualisiert: 29. Mai

Ein Ausflug nach Sankt Georgenthal (Jiřetín pod Jedlovou) zum Křížová cesta na Křížovou horu in das Lausitzer Gebirge (Lužické hory):


Vor langer Zeit erhielt ich den Tipp zum Besuch des Kreuzberges. Am 07. September 2023 war dann endlich die passende Gelegenheit.


Wie so oft, erfolgte die Anreise mit der U28 von Krippen nach Rumburk. Dort muss man in den Zug in Richtung Kolín umsteigen und bis Rybniště fahren.


Nach wenigen Metern ist man an der „Kirche des heiligen Josef“. Gegenüber befindet sich die Bushaltestelle „Rybniště, pošta“. Ich hatte Glück, der nette Busfahrer nahm mich mit dem Fahrrad mit. Wenn das nicht möglich ist, dann sind es mit dem Rad 6 km zu fahren. Der Fußweg ist etwas länger, wenn man nicht die Straße entlang laufen möchte. Es sind dann 2 km mehr zurückzulegen.


Der Ausgangspunkt der kleinen Wanderung ist die Bushaltestelle „Jiřetín pod Jedlovou, nám.“. Sie liegt in der Nähe der „Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit“. Der Weg führt dann nach oben. An einer Tafel erfährt man, dass Sankt Georgenthal eine alte Bergstadt ist. Sie wurde von Georg von Schleinitz in den Jahren 1548 bis 1554 gegründet. Er war der Besitzer der Herrschaft Tollenstein und lies hier Silbererz fördern.


Eine weiteres Hinweisschild erläutert die Entstehung der Grabnischen und Kapellen. Brüder einer protestantischen Familie wollten zur Zeit der Gegenreformation nicht zum katholischen Glauben übertreten und verließen den Ort aus diesem Grund. Sie hatten einen kranken Bruder, der nicht mitkommen konnte. Er wurde gesund und ließ zum Dank ein großes Kreuz errichten. Das sprach sich herum. Es kamen viele Leidende und erbaten von Gott ihre Gesundung. Im Jahr 1759 begann die Errichtung der 11 Stationen des Kreuzweges, die Errichtung der hölzernen Kapelle der Kreuzerhöhung und des Gottesgrabes, alles  im Rokoko Stil. Durch die Zerstörung durch einen Orkan wurde in den späteren Jahren die Holzkapelle durch eine Kapelle aus Stein ersetzt. Nachher kamen dann steinerne Statuen hinzu, die verschiedene Heilige darstellen.


Um das Beschriebene selbst zu erleben, muss man den steilen Kreuzweg nach oben gehen. Bei meinem Besuch war es sehr ruhig. Ich habe ungefähr 8 Leute getroffen. An bestimmten kirchlichen Feiertagen ist der Wallfahrtsort aber stark frequentiert.


In der Nähe der heiligen Grabkapelle steht ein Wegweiser. Darauf kann man ersehen, dass der 774 m hohe Jedlová gleich in der Nähe ist. Aus dem Grund gibt es noch eine andere Route für Wanderer. Wer also nicht mit dem Fahrrad fahren möchte, kann den Zug bis zum Bahnhof „Jiřetín pod Jedlovou“ nehmen, muss aber vorher in Rybniště umsteigen. Von dort läuft man über den Kreuzberg zum AP Rozhledna Jedlová und dann weiter zur Burg Tolštejn. Insgesamt beträgt dann die Strecke ca. 7 km mit 392 Höhenmetern nach oben und 153 Höhenmetern nach unten. Ich hatte ja vor einiger Zeit über diese Berge berichtet.


Meine Rückfahrt erfolgte mit dem Fahrrad. Zunächst führte mein Weg durch eine Siedlung mit vielen neugebauten und schönen Häusern. Später kam ich an der Windmühle in Světlík vorbei. Sie liegt an einem kleinen See, wurde 1843 erbaut und ist ein geschütztes Kulturdenkmal.


Mein Tour führte dann weiter nach Krásná Lípa. Dort bin ich schon oft gewesen. Auf dem Marktplatz fiel mir immer ein altes Haus auf. Das wollte ich diesmal besuchen. Es ist das Haus Nr. 254.  Dabei handelt sich um die Kombination eines barocken Dorffachwerkhauses mit Sockel und eines Fachwerkhauses mit Holzarkaden. Es wurde 1729 erbaut und war 100 Jahre der Sitz von Heilern. Dabei spielte Philipp Zillich eine große Rolle. Er begann beispielsweise 1801 als erster Pockenimpfungen in Böhmen durchzuführen. Heute befindet sich darin das Café „U Frinda“. Innen ist es urig rustikal und außen gibt es Terrassenplätze. Dort kann man verschiedene regionale Produkte verzehren und draußen das bunte Treiben auf dem Marktplatz betrachten.


Die Tour ging anschließend weiter nach Doubice und von dort führt ein Weg durch den Wald in Richtung der Balzhütten (Na Tokáni). Dabei handelt es sich weitestgehend um eine Schotterstraße ohne Highlights Es gab nur eine blendende, heiße Sonne und viel Ruhe mit etwas Fingerhut am Wegrand. Nach den Balzhütten gibt es ja die schöne Schussfahrt in Richtung Kirnitzschtal. Ich bin aber vorher nach Jetřichovice - Vysoká Lípa angebogen, weil ich dem Restaurace KORTUS mal wieder einen Besuch abstatten wollte. Dort gab es dann eine kleine Stärkung vor der Rückfahrt über Mezní Louka, Hřensko und Schmilka zurück zur Elbaussicht – Krippen.

 

CZ-US | Innozenzidorf | 50.870266,14.569906 | 07.09.2023 | Beitrag vom 28.05.2024



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