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Házmburk – Hasenburg

Aktualisiert: März 31

Ein Ausflug im September 2020 nach Böhmen mit schönem Panorama und Überraschungen am Ende:


Fährt man über die Grenze, in Richtung Prag, ist weithin das Wahrzeichen des Böhmischen Mittelgebirges, die Házmburk (Hasenburg) zu sehen. Dabei handelt es sich im Prinzip um zwei prägnante Bauwerke, den schwarzen und weißen Turm in 418 m ü. NHN, die auf einem Basaltmassiv stehen.


Der Berg soll wahrscheinlich schon 5 Jahrtausende v. Chr. besiedelt worden sein. Aus Keramikfunden hat man darauf geschlossen. Erbaut wurde die Burg um 1250 von den Herren Lichtenburg. Später ging sie in den Besitz des böhmischen Königs Jan Lucemburský über. Er soll sie dann an Zbyněk Zajíc von Waldeck verkauft oder verschenkt haben. Zajíc bedeutet Hase. Später wurde die Burg unter dem Namen Házmburk oder Hasenburg bekannt. Ende des 15. Jahrhunderts verlor der Sitz an Bedeutung. Die letzten Besitzer waren die Lobkowiczer. Danach verfielen die Gebäude zu Ruinen. Heute ist das Anwesen eine Staatsburg.

Auf verschieden Fahrten durch Böhmen fiel uns immer wieder die Bastion auf. Deshalb entschlossen wir uns zu einem Besuch. Von den Ferienappartements Elbaussicht – Krippen benötigt man mit dem Auto bis zum Parkplatz Klapý eine reichliche Stunde.


Am Besuchstag hatten wir großes Glück. Es herrschte überwiegend Postkartenwetter. Am Fuß der Burg befinden sich die Parkplätze. Wer kein Geld tauschen möchte, kann auch mit EC-Karte bezahlen.


Der Weg verläuft bequem nach oben. Dabei sind 138 Höhenmeter zu überwinden. Wer es etwas abenteuerlicher mag, muss unterwegs auf eine Abzweigung achten und kann eine Abkürzung durch eine Steinwüste nehmen. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Voraussetzungen.

Oben angekommen, muss an der Kasse der Eintritt von 100 CZK entrichtet werden. Es gibt auch für bestimmte Personengruppen Ermäßigungen. Gleichzeitig werden an dieser Stelle ein paar kleine und einfache Snacks verkauft.


Von oben hat man eine phantastische Aussicht auf die typischen Kegelberge. Auch zahlreiche Weinberge befinden sich in der Nähe. Der weiße Turm bietet in einer Höhe von 25 m einen zusätzlichen Blick auf die schöne Landschaft. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.


Wer ein bisschen recherchiert, findet einige Mythen und Legenden zur Burg.


Nach der Rückkehr gab es in der Parkplatznähe noch eine Überraschung. In einem Ziegengehege befanden sich einige Bäume. Die Ziegen ernteten geschickt die hoch hängenden reifen Beeren. Dabei richteten sie sich zu voller Größe auf, hielten sich mit einer Pfote fest und benutzten die andere zum Beiseite drücken der Äste, damit sie die Beeren bequemer fressen konnten.


CZ-US | Klappay | 50.434144,14.014263 | 03.09.2020 und 12.03.2021