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Rundgang durch die Lohmener Klamm zum Jahresende 2021

Vor einiger Zeit erhielt ich von einem Stammgast den Tipp zum Besuch der Lohmener Klamm. Sie befindet sich im Niezelgrund zwischen Porschendorf und Lohmen. Zur besseren Einordnung könnte man sie auch eigentlich als Verlängerung des bekannteren Liebethaler Grundes beschreiben. Was nun die richtige Bezeichnung ist, konnte ich nicht herausfinden. Es kann sein, der Name Lohmener Klamm, entstand durch die enge Felsschlucht mit dem durchfließenden Wildbach. Eine andere Möglichkeit wäre, die Bezeichnung Niezelgrund. Vielleicht war der Errichter des Wehrs, Niezel, der Namensgeber. Er war der Mitinhaber der dort ansässigen, ehemaligen Holzschleiferei und Papierfabrik. Auf jeden Fall ist es ein wild-romantisches Tal.


Ursprünglich sollte die Wanderung im Sommer von der Lohmener Kirche durch den Liebthaler Grund führen, dann über einen Bergsteig nach Mühlsdorf und weiter zur Lohmener Klamm gehen. Leider musste die Tour nach Mühlsdorf aus Zeitgründen abgebrochen werden.


Die Gelegenheit, den Rest kennenzulernen ergab sich am 31. Dezember 2021. Nachdem am Vortag eine Wanderung zum Gamrig bei Regen stattfand, war am letzten Tag des Jahres ideales Wetter.


Wir parkten das Auto an der Kirche in Lohmen. Dann liefen wir die Treppe in der Nähe des Schlosses hinunter und anschließend in Richtung Lohmener Klamm und Wasserkraftwerk Nietzelgrund. Dabei kamen wir an einem Steinbruch vorbei. Dort wird aktiv Sandsteinabbau betrieben. Nach kurzer Zeit war das Wasserkraftwerk erreicht. Der Grundstein für diese Anlage wurde 1877 gelegt und später erweitert. Im Jahr 1969 musste aus verschiedenen Gründen die Schließung erfolgen. Im Jahr 1990 wurde mit einem Pachtvertrag die Grundlage für die spätere Sanierung geschaffen. Im Jahr 2002 konnte das Wasserkraftwerk neu eingeweiht werden und versorgt seit dem zahlreiche Haushalte von Lohmen.


Interessant ist die historische Bauweise mit vielen Rundbögen, die im Lauf der Zeit mit Moos bewachsen sind und heute ein romantisches Aussehen verleihen. Auf den ersten Blick erahnt man nicht, dass das Werk noch in Betrieb ist.


Der Weg setzt sich entlang der Wesenitz fort. Nach der Überquerung einer Brücke führen Stufen nach oben. Kurze Zeit später erreicht man den Koordinatenstandort. Dabei handelt es sich um den Schnittpunkt von 51° Nord und 14° Ost. Am Standort befinden sich Bänke. Von dort genießt man einen schönen Rundblick auf die Berge am Horizont und die Gemeinde Lohmen. Auch die 1. Etappe des Malerweges führt hier vorbei. Wer möchte, kann die Tour zum Ausgangspunkt, Liebethaler Grund, fortsetzen oder dem weiteren Verlauf des Malerweges folgen.


Wir kehrten an diesem Tag, vorbei an Feldern, zum Ausgangspunkt, der Lohmener Kirche zurück.


DE-SN | Lohmen | 50.998903,14.00628 | 31.12.2021 und 28.01.2022