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Im Liebethaler Grund

Aktualisiert: 9. Apr.

Ein wildromantisches Tal an der Wesenitz:


Ursprünglich war der Besuch des Liebethaler Grundes in Kombination mit der Lohmener Klamm geplant (https://www.elbaussicht-krippen.de/post/rundgang-durch-die-lohmener-klamm-zum-jahresende-2021). Leider musste damals die Route aus Zeitgründen abgebrochen werden. Erst nach einem Jahr ergab sich die Gelegenheit zur Erkundung der Lohmener Klamm.


Der Liebethaler Grund befindet sich in der Sächsischen Schweiz, in der Nähe von Lohmen. Dort hat sich im Lauf vieler Jahre die Wesenitz einen Weg durch den Sandstein erobert.


Die Wasserkraft ermöglichte bereits seit dem 14. Jahrhundert die Ansiedlung verschiedener Mühlen. Ab 1911 wurde der Fluss auch zur Stromerzeugung genutzt. Der reichlich vorhandene Sandstein konnte besonders zur Herstellung von Mühlsteinen verwendet werden. Es wird auch berichtet, dass der Sandstein beim Bau des Meißner Doms bereits um 1260 Verwendung fand. Heute gibt es noch einen in Betrieb befindlichen Steinbruch, den man aber besser auf dem Weg zur Lohmener Klamm erreicht.


Eine große Bekanntheit erhielt der Liebethaler Grund durch den Malerweg. Dort beginnt der 1. Abschnitt von acht Etappen der 112 km langen Route.


Unsere Runde begann am kostenfreien Parkplatz, an der Kirche in Lohmen. Der Weg führte durch den Ort in Richtung Daube. Im Anschluss kommt man an der dauerhaft geschlossenen Daube-Mühle vorbei. Danach wird die Wesenitz überquert und anschließend läuft man durch das Gelände der Lochmühle. Die Lochmühle ist ein verfallenes Bauwerk. Der Eigentümer kämpft gegen viele Widrigkeiten und möchte die Lochmühle eines Tages als gehobenes Hotel wieder eröffnen.


Kurz danach wird das 12,5 m hohe und 1933 erbaute bronzene Richard-Wagner-Denkmal erreicht. Damit soll der Meister geehrt werden, der hier Teile seiner Oper Lohengrin komponiert haben soll.


Nach der Besichtigung folgten wir dem Wesenitztalweg bis zur Ruine des ehemaligen Wasserwerkes. Kurze Zeit später erreicht man einen steil nach oben führenden Bergpfad. Oben angekommen, führt die Straße zum gepflegten Ort Mühlsdorf. Von dort folgt man den Weg nach unten und passiert alsbald die zum Schloss führende Straße. Bis zum Ausgangspunkt steigt man noch ein paar Treppen nach oben.


Wer möchte, kann aber von Mühlsdorf dem Malerweg weiter entlang gehen. Der Weg führt dann vorbei am Koordinatenstein zur Lohmener Klamm. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt passiert man das Elektrizitätswerk sowie den Steinbruch. Am Ende geht es am Schloss vorbei, die Treppen nach oben.


DE-SN | Pirna | 50.995953,13.971045 | 08.11.2020 / 08.04.2022



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