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Schloss Libochovice

Aktualisiert: 26. Apr. 2023

Besuch eines bedeutenden Barockschlosses in Nordböhmen an der Eger:


Der Ausflug beginnt mit der Nationalparkbahn U28 am Bahnhof Krippen. Aus dem Zugfenster schaut man u.a. auf die Elbe und die Schrammsteine. Wer sich auskennt, erblickt in der Nähe des Bahnhofes Dolní Žleb, links oben, das Belvedér. Kurz vor der Tunneleinfahrt in Děčín sieht man auf einem Hügel die imposante Barockresidenz Zámek Děčín. Kurz darauf wird Děčín hlavní nádraží (Bahnhof) zum Umsteigen in den Zug nach Lovosice erreicht. Die Bahnfahrt führt dann weiter an der Elbe entlang. Ein weiterer Umstieg ist danach nochmal erforderlich. Der Ausstieg erfolgt in Libochovice město. Nach ca. 10 min. Fußweg ist das an der Eger (Ohře) gelegene Schloss Libochovice erreicht.


Wahrscheinlich im 12. Jahrhundert oder schon früher stand am Ufer der Eger eine gotische Feste. Im Jahr 1335 verkaufte sie König Johann von Luxemburg gemeinsam mit der Burg und dem Städtchen Klapý sowie weiteren Ländereien an das Geschlecht der Valdeks. Auch die Hasenburg gehörte mit dazu.


Im Laufe der Zeit gab es Zerstörungen durch den Hussitenkrieg und Brände sowie auch Verfall.


Nach dem Besitzerwechsel, zum Haus Lobkowicz, wurde es zum Renaissanceschloss umgebaut.

Das Schloss hat eine beeindruckende Architektur mit vielen Verzierungen und Stuckaturen. Es gibt auch einen Innenhof, der von Arkadengängen umgeben ist. Es beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte des Schlosses und der Region zeigt. Die Räume sind mit Möbeln, Gemälden und anderen Gegenständen ausgestattet, die aus verschiedenen Epochen stammen. Ein malerischer Park im englischem Stil umgibt das Schloss. Er verfügt über einen See, große Wiesen und alte Baumbestände. Es gibt auch einen Rosengarten und einen Skulpturengarten. Die Eger befindet sich in unmittelbarer Nähe.


Der Besuch des Schlosses und Parkes ist interessant. Bei einer Führung erfährt man viel Wissenswertes. Allerdings erfolgt diese in tschechischer Sprache. Man erhält aber eine deutsche Abhandlung und versteht dadurch die Erklärungen der Museumsführerin.


Eine kleine Anekdote sei noch erwähnt. Der Besuch fand im September 2020 statt. Da doch schon eine Weile vergangen war, dachte ich, die Erinnerung mit ChatGPT aufzufrischen. Dabei behauptete das Programm, das Schloss wäre im 19. Jahrhundert ein Krankenhaus gewesen. Davon hatte ich noch nichts gehört und gelesen. Nach meiner Nachfrage im Tool erfolgte folgende Antwort: „Es tut mir leid, wenn ich in meiner vorherigen Antwort nicht klar genug war. Das Schloss in Libochovice war im 19. Jahrhundert kein Krankenhaus, sondern wurde stattdessen als Heim für geistig behinderte Menschen genutzt. Es war als "Irrenhaus" bekannt und wurde bis in die 1970er Jahre betrieben. Heute beherbergt das Schloss ein Museum und verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Ich bitte um Entschuldigung für die Verwechslung.“ Ich fragte nach den Quellen und erhielt einige Links, die aber teilweise nicht mehr funktionieren. Es kann natürlich sein, die Links sind veraltet, weil ja ChatGPT nicht auf dem aktuellen Stand ist. Fazit: Ich weiß nicht ob die Aussage stimmt. BILD würde bestimmt die folgende Schlagzeile schreiben: „Was weiß ChatCPT über das Irrenhaus?“ Ich denke, man darf vom viel diskutierten Programm nicht alles blind übernehmen. Der Umgang wird garantiert zukünftig besser geregelt werden. Ein Quellennachweis soll auch erfolgen. Was den Datenschutz angeht, darüber wird momentan heftig gestritten. Aber das Resümee von ChatGPT zum Schloss kann bestätigt werden: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Schloss und der Park in Libochovice eine wichtige historische und kulturelle Sehenswürdigkeit darstellen. Die Architektur des Schlosses, die Inneneinrichtung und der wunderschöne Park machen einen Besuch lohnenswert." Übrigens, die Krone auf dem Titelbild und im Video hat mir DALL·E angefertigt. Sie ist noch nicht vollendet generiert.


CZ-LI | Libochowitz | 50.405125,14.043422 | Besuch am 08.09.2020 | Beitrag vom 20.04.2023



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